Top 10-Fehler neuer Agile-Teams

Folgendes ist eine Zusammenstellung der 10 häufigsten Fehler, die einem neue Agile-Team unterlaufen können. Hier finden Sie Lösungsvorschläge direkt von unserem Support, aus Benutzererkenntnissen und von Coaching-Teams mit jahrelanger Erfahrung im Hinblick auf die Unterstützung von Teams bei Agile-Umstellungen. Wenn Sie ein neuer Agile- oder CA Agile Central-Benutzer sind oder Ihr Wissen auffrischen möchten, klicken Sie auf ein Element in der Liste unten, um direkt zu einem Thema zu gelangen:

  1. Angst
  2. Unzureichende Kommunikation
  3. Schlechte Teamstruktur
  4. Schlechte Schätzung
  5. Schlechte Planung
  6. Schlechte Tests
  7. Ignorieren von Kundenfeedback
  8. Zu wenig Teamverantwortlichkeit
  9. Mangel an Retrospektive- und Demo-Meetings
  10. Kein Plan zum Angehen von Mitarbeiterzurückhaltung

1. Angst

Angst ist ein starkes Gefühl, das in unterschiedlichen Formen auftritt. Es führt zu falschen Entscheidungen und Vorgehensweisen, die Ihr neues Agile-Team frustrieren können. Der größte Feind der Angst ist das Vertrauen. Wirken Sie der Angst entgegen, indem Sie auf allen Ebenen für Vertrauen sorgen. Vermitteln Sie dem Team zunächst, dass die Organisation ihm vertraut, dass es die richtigen Entscheidungen trifft und die richtigen Verpflichtungen eingeht. Es sollte drauf vertraut werden, dass das Team als Gruppe lernt, wächst und Entscheidungen trifft, anstatt ihm Richtlinien vom Management aufzuerlegen.

Ein typisches Beispiel für die Behinderung des Teamwachstums durch Angst ist das Problem der Verpflichtung. Teams gehen oft nur wenig Verpflichtungen ein oder planen einen Puffer in ihre Schätzungen ein, weil keiner für Misserfolge verantwortlich sein oder beschuldigt werden will. Sie sollten es ihrem Team zunächst erlauben, sich Fehler in ihren Schätzungen zu gestatten. Sorgen Sie für eine vertrauensvolle Umgebung, in der das Team ohne Schuldzuweisungen die Ursachen für Fehler untersuchen kann. Dies hilft Ihnen, die wahre Obergrenze Ihrer Geschwindigkeit zu finden. Ein einziger Fehler führt zu Dutzenden von künftigen Erfolgen.

2. Unzureichende Kommunikation

Wenn Ihre Teammitglieder nicht regelmäßig jeden Tag miteinander kommunizieren, sind Probleme vorprogrammiert. Auch wenn eine sorgfältige Dokumentation vorhanden ist, eine persönliche Kommunikation ist die beste Methode zur Erkennung von Problemen und Blockierungen. Fördern Sie die Zusammenarbeit, indem Sie einen dedizierten Teambereich einrichten, in dem alle Teammitglieder in Reichweite ihrer Kollegen arbeiten. Verwenden Sie Videokonferenz- und IM-Software, um einen virtuellen Raum für globale Teams zu schaffen. In CA Agile Central können Sie Benachrichtigungen, Dashboard-Bereiche und Diskussionen verwenden, um die Teamkommunikation zu verbessern.

Veranstalten Sie ein tägliches Standup-Meeting. Wenn ein kurzes und persönliches Meeting mit allen Teammitgliedern stattfindet, dann kann besprochen werden, welche Arbeiten gestern erledigt wurden, welche Arbeiten für den heutigen Tag anfallen und welche Probleme möglicherweise dazu führen, dass Arbeiten nicht abgeschlossen werden. Geben Sie im Hinblick auf die geteilten Informationen der Qualität Vorrang vor der Quantität. Wenn sie im Meeting physisch stehen, ist es für Teammitglieder unangenehm, wenn die Diskussion unnötig lange dauert. Geben Sie der Versuchung nicht nach, in einem Standup Probleme zu lösen. Blockierungsprobleme sollte Ihr Scrum-Master später mit den einzelnen Mitarbeitern im Detail durchgehen.

3. Schlechte Teamstruktur

Hervorragende Agile-Teams haben zwei allgemeine Merkmale: sie sind funktionsübergreifend und stabil.

Ein wirklich funktionsübergreifendes Team verfügt über alle erforderlichen Qualifikationen, um eine User Story bis zum Abschluss zu führen. Wenn beispielsweise auch vollständig dokumentierter Code unter die Definition von "abgeschlossen" Ihres Teams fällt, sollten Sie in Ihrer Teamstruktur einen technischen Redakteur integrieren. Darüber hinaus sollte ein Tester vorhanden sein, um sicherzustellen, dass der Code von hoher Qualität ist. Das Team muss eine User Story aus einem weiten Winkel betrachten, um den Umfang richtig einschätzen zu können.

Stabil bedeutet, dass Teammitglieder Zeit haben, um miteinander zu wachsen. Stellen Sie sich der Herausforderung, Teams über Monate, Quartale oder sogar für ein Jahr zusammenzuhalten. Ziehen Sie es in Betracht, ein Team zusammenzuhalten, wenn ein Projekt endet und ein anderes beginnt. Teammitglieder profitieren davon, wenn sie auch Kenntnisse aus anderen Rollen erwerben, und können sich gegenseitig antreiben, präzise Schätzungen zu liefern, wenn sie die Fähigkeiten der anderen Teammitglieder kennen. Diese gestandenen Teams bieten präzise definierte Geschwindigkeiten, die für Produkteigentümer und Stakeholder eine bessere Vorhersehbarkeit bedeuten.

4. Schlechte Schätzungsgewohnheiten

Die Schätzung der Größe und des Umfangs der neuen Arbeiten kann schwierig sein, insbesondere bei einem neuen Team. Halten Sie durch - Schätzungen werden mit der Zeit leichter. Informieren Sie das Management darüber, dass das Team am Anfang zwei bis drei Läufe brauchen wird, um seine Anfangsgeschwindigkeit zu ermitteln. Nehmen Sie keine vorgegebenen Termine für Funktionen an, bevor Ihr Team weiß, wie schnell es Arbeiten erledigen kann.

Einige Teams verstehen User Story-Punkte als tatsächliche Arbeitsstunden. Machen Sie diesen Fehler nicht! Verwenden Sie abstrakte Werte, wie z. B. T-Shirt-Größen, Farben oder Punkte, um die Größe der neuen Arbeiten darzustellen. Das ist wichtig. Abstraktion hilft uns, die Komplexität der Story anstelle der Verfügbarkeit eines Einzelnen nachzuverfolgen. Punktschätzungen spiegeln die Fähigkeiten des Teams als Ganzes wider. Wurden die Größen der User Storys festgelegt und einer Iteration zugeschrieben, sind individuelle Kapazitäten bei der Schätzung der Arbeitsstunden gefragt.

5. Schlechte Planungsgewohnheiten

Im Vergleich zum Wasserfallmodell und anderen Ansätzen glauben manche vielleicht, dass es mit Agile nur wenig bis gar keine Planung gibt. De facto gibt es aber noch mehr Planung. Der Unterschied mit Agile ist, dass dieser wichtige Vorgang fortlaufend ist. Er ist kein einmaliges Ereignis, das zu Beginn des Entwicklungszyklus abgehakt wird. Betrachten Sie die Planung als kontinuierlichen Prozess mit verschiedenen Komplexitäts- und Granularitätsebenen. 20 % der verfügbaren Arbeitsstunden sollten fest in die Planung investiert werden, um ein positives Ergebnis zu erzielen.

Planen Sie Backlog-Pflege, tägliche Statustreffen, Iterationsplanung und Release-Planungsbesprechungen. Entwickeln Sie einen konsistenten Rhythmus für diese Meetings , damit Teammitglieder ein "Muskelgedächtnis" entwickeln und besser für die nächste Timebox planen können. Richten Sie den Planungsrhythmus so ein, dass das Team immer ein bis zwei Iterationen im Voraus plant.

6. Schlechte Tests

Bei Agile geht es nicht um eine schnelle Lieferung von Software, es geht um eine schnelle Lieferung von Qualitätssoftware. Ihr Produkteigentümer sollte abgeschlossene Arbeiten nicht akzeptieren, solange sie nicht getestet wurden und den Akzeptanzkriterien des Teams entsprechen. Eine Möglichkeit zur Bekämpfung schlechter Testgewohnheiten besteht darin, den Fokus auf die Entwicklung automatischer Tests zu legen. Testen Sie jedes einzelne Build, bis das Ergebnis positiv ist.

Sie denken vielleicht, dass Tests als Letztes durchgeführt werden, wenn die Entwickler die Programmierung abgeschlossen haben. Falsch! Wenn Tester in einem funktionsübergreifenden Team vorhanden sind, dann kann das Testen sofort beginnen. Nach der Iterationsplanung sind die Anforderungen der User Story bekannt. Beginnen Sie mit der Erarbeitung von Tests für den Wert der Storys, sodass diese überprüft werden können, sobald der Code bereitsteht. So können potenzielle Engpässe vermieden werden.

7. Ignorieren von Kundenfeedback

Kunden sind Ihre wichtigsten Stakeholder. Sie können Ihrer Organisation bei der Gestaltung von Visionen für Funktionen und Funktionalitäten helfen. Sehen Sie sich bei der Backlog-Pflege und Planung die häufigsten Anfragen an. Ziehen Sie es in Betracht, einen Kundendienstmitarbeiter in das Team zu integrieren, um Daten und Trends bereitzustellen. Überprüfen Sie diese Feedbackschleife bei jeder Iteration, sodass Sie nicht weiter an etwas arbeiten, dass die Kundenanforderungen nicht erfüllt.

CA Agile Central bietet mit CA Agile Central Idea Manager eine einfache Möglichkeit zur Verwaltung von Kundenfeedback. Sie können eine benutzerdefinierte Abstimmseite zum Sammeln und Organisieren von Funktionsanfragen einrichten, mit der interne und externe Stakeholder über die Funktionsanfragen abstimmen können. Sie können zudem mit Ihren Kunden kommunizieren, indem Sie Feedback und Statusupdates für jede Anfrage veröffentlichen. CA Agile Central Idea Manager ist in der CA Agile Central Unlimited Edition inbegriffen.

8. Unzureichende Teambefugnisse

Es gibt drei Schritte, um sicherzustellen, dass Ihr Team im Agile-Prozess über ausreichend Befugnisse verfügt. Zunächst müssen Sie das Team einbeziehen, indem Sie Mitglieder zur Mitwirkung an der Planung auffordern. Fragen Sie das Team dann nach seinen Erkenntnissen bezüglich der vorgeschlagenen Arbeiten. Und schließlich muss der Wert dieser Erkenntnisse respektiert werden. Wahre Verantwortlichkeit bedeutet, dass das Team die Entscheidungen trifft, und dies wirkt sich auf das Engagement aus. Das Unternehmen sagt dem Team nicht, was zu tun ist, sondern stellt stattdessen Daten zu den wichtigsten Punkten bereit.

Wenn das Team eine Prioritätenliste von Anforderungen hat statt einer Sammlung von Richtlinien, dann werden diese ein Teil des Prozesses. Das Team kann der Organisation womöglich Feedback wie "Wir können Story A abschließen, Story B muss dafür aber gestrichen werden" oder "Wenn Story C unbedingt in dieser Iteration abgeschlossen werden muss, kann die Qualität darunter leiden" geben. Manche Teams schrecken vor dieser Verantwortung zurück und wollen einfach nur folgen. Spornen Sie das Team an, damit es wächst, und schaffen Sie eine vertrauensvolle Umgebung, um Verantwortlichkeit zu ermöglichen.

9. Keine Retrospektive- und Demo-Meetings

Sie dachten, wir würden keine weiteren Meetings mehr empfehlen? Dem ist nicht ganz so. Meetings am Ende von Iterationen und Releases stellen die erforderlichen Stützen dar, mit denen der Prüfungs- und Anpassungszyklus vervollständigt wird. Dabei werden alle Ebenen miteinbezogen. Ihre täglichen Standup-Meetings sollten auch einen retrospektiven Aspekt umfassen. Halten Sie am Ende einer Iteration ein Demo-Meeting mit der Organisation ab, um die Arbeit Ihres Teams zu präsentieren. Sie können wertvolle Erkenntnisse von anderen Teams erhalten (und auch Komplimente).

Halten Sie Retrospektive-Meetings für Iterationen und Releases mit Ihrem Team ab. In diesen Meetings kann das Team besprechen, was gut gelaufen ist, welche Probleme es gegeben hat und was erforderlich ist, um Probleme in der nächsten Timebox zu vermeiden. Legen Sie den Fokus aber nicht nur auf die Arbeiten, für die Sie sich verpflichtet haben. Blicken Sie auf den Agile-Prozess als Ganzes zurück. Welche Aspekte der Planung funktionieren? Ist das Team auf einen Fehler aus dieser Liste gestoßen? Welche Anpassungen können vorgenommen werden?

10. Kein Plan bei Zurückhaltung

Veränderungen sind schwierig, und es gibt womöglich Personen, die im Hinblick auf die Umstellung auf Agile zurückhaltend sind. Bereiten Sie sich auf dieses Szenario vor, angefangen mit der Kommunikation vom Management. Die Organisation muss sehr deutlich vermitteln, dass sie das Konzept des Teamerfolgs individuellen Leistungen vorzieht. Beseitigen Sie persönliche Metriken; Sie gewinnen und verlieren als Gruppe. So wird ein potenzielles kulturelles Problem bekämpft, nämlich dass die von Agile ermöglichte Transparenz zu Beurteilungen durch Kollegen führt. Auch das geht wieder auf die Schaffung einer vertrauensvollen Umgebung zurück.

Verlangen Sie, dass jemand mit Erfahrung in puncto Agile-Umstellungen während der ersten Phasen beim Team vor Ort ist. Er oder sie wird als "Frühwarnsystem" fungieren und dezente Warnzeichen für eine Gefährdung des Prozesses bemerken. CA Agile Central-Coaches können Ihre Organisation diesbezüglich unterstützen. Wir können einen auf Ihre Anforderungen zugeschnittenen Plan erstellen und den Fokus auf die Agile-Konzepte legen, die Ihr Team am meisten benötigt. Wir können Ihnen sogar Ratschläge in einer kurzen Telefonsitzung geben.

Feedback

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